In unterschiedlichen Formen ist Boßeln in vielen Teilen Europas bekannt. Hochburgen sind Ostfriesland, Emsland, Teile des Oldenburger Landes, die schleswig-holsteinischen Landesteile Dithmarschen und Nordfriesland, in Staufenberg (Niedersachsen), in Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf, Willich, Jöllenbeck), in Büttendorf, einem Ortsteil der Gemeinde Hüllhorst in Deutschland, die Provinzen Drenthe und Gelderland in den Niederlanden sowie Irland. Bekannt ist das Spiel auch in vielen weiteren Teilen Norddeutschlands. Als Tiro de Bola Aragonesa wird es in der spanischen Provinz Saragossa gespielt, als Bocciaforte (auch Boccia su Strada, Boccia alla Lunga oder Boccetta su Strada) in Italien, als Variante Ruzzola (oder Ruzzolone) ebenfalls in Italien, als Irish Road Bowling in Irland, Kanada und den Vereinigten Staaten und als Krugeln in Huttwil im Schweizer Kanton Bern. Die regionalen Unterschiede drücken sich in unterschiedlichen Bezeichnungen für die Sportart und ihre Disziplinen aus, deren Vielfalt bei Auswärtigen für Verwirrung sorgen kann. In Ostfriesland und Oldenburg wird zwischen dem ursprünglichen Klootschießen, das auf dem Feld ausgetragen wird, und dem Straßenboßeln unterschieden. Dabei wird auch mit verschiedenen Kugeln geworfen. In Schleswig-Holstein heißen die Feld- und Straßendisziplinen einheitlich Boßeln, in den Niederlanden unterschiedslos Klootschieten. Das aus den Niederlanden beeinflusste Kloatscheeten in der Grafschaft Bentheim vereint Elemente der sonst getrennten Feld- und Straßenvarianten. Das irische Road Bowling, Tiro de Bola Aragonesa und Boccia su Strada sind Straßenboßel-Varianten, wenn auch teilweise auf Schotterstraßen, das schweizerische Krugeln ist eine Mischung aus Feld- und Straßenkampf, der Wettkampfuntergrund kann hier während des Wettkampfes wechseln. Außer als Breiten- und Leistungssport wird vielfach – in einigen Gegenden sogar ausschließlich – auch als gesellige Tätigkeit geboßelt, etwa im Rahmen von Feiern oder der regionaltypischen Kohlfahrt. Besondere Anforderungen an die Teilnehmer stellt in einigen Gegenden die Topografie. Während in Norddeutschland beim Straßenboßeln überwiegend flach mit verhältnismäßig langen Laufstrecken und langgezogenen Kurven gespielt wird, werden in Büttendorf, gelegen am Südhang des Wiehengebirges, einige kurze Anstiege und Senken durchquert, teilweise mit ziemlich engen Kurven. Dabei kommt es oft zu eher kurzen Kugelläufen im Anstieg, aber auch zu sehr langen im Gefälle.

quelle: Wikipedia

 

 

Tipps

Tipp 1: Der Verkehr hat immer Vorrang!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp 2: Die Gruppe sollte sich immer hinter den Boßelkugeln aufhalten. Die Kugeln erreichen hohe Kräfte und stellen so ein Risiko dar. Es empfiehlt sich zwei Anweiser und Boßelsucher ca. 50-100 Meter entfernt zu postieren. Ein späteres Suchen endet oft mit einer verlorenen Kugel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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